Mittwoch, 28. März 2012

Die Russisch-Weißrussische Sprachmischung Trasjanka (Promotionsprojekt)

Wenn man die Bedeutung der russischen Sprache in Belarus in der Zeit vom Zusammenbruch der UdSSR bis heute betrachtet, so stellt man fest, dass Weißrussland auch heute noch zu den am stärksten russifizierten ehemaligen Ländern der Sowjetunion gehört. Auch nach der Auflösung der Sowjetunion 1991 spielt die russische Sprache in Belarus eine wesentliche Rolle. Russisch ist im heutigen Belarus die Sprache der Verwaltung, großer Teile der Politik und der Wirtschaft. Wie andere ehemalige Sowjetrepubliken auch, verfügt Weißrussland zudem über seine eigene, historisch gewachsene Nationalsprache – Weißrussisch. Obwohl in Belarus heute einige Straßen- oder Werbeschilder auf Weißrussisch zu finden sind und einige Medien diese Sprache verwenden, wird sie dennoch im Alltag der meisten Weißrussen deutlich seltener verwendet als die russische Sprache. In dieser parallelen Existenz von zwei genetisch verwandten Sprachen neigt ein Teil der Einwohner Weißrusslands zusätzlich dazu, eine Sprachmischung zu sprechen: Trasjanka. Trasjanka stellt eine Sprachmischung aus dem Weißrussischen und dem Russischen dar, mit ihr werden bestimmte Klischees verbunden. Wie ihre Sprecher wahrgenommen werden, untersuche ich im Rahmen meiner laufenden Promotion am Lehrstuhl „Deskriptive Linguistik und interlinguale Soziolinguistik“ an der Europa-Universität Viadrina Frankfurt/Oder bei Prof. Dr. Harald Weydt und Prof. Dr. Konstanze Jungbluth.

Lesen Sie hier einen ersten Bericht über die laufende Dissertation zur Trasjanka (PDF)...